 Zerstörter Kolben C20LET |
Viele Fahrzeuge leiden an einer schlechten Kraftstoffversorgung unter Volllast.
Dabei bricht der Benzindruck bis auf ein bedrohliches Maß zusammen, der Motor läuft bei vollem Ladedruck zu mager. Die Abgastemperaturen steigen über 950°C an und es kann leicht der Kolben oder die Zündkerze verschmelzen!
Wer im Besitz unserer C20LET Phase-3, Phase-3.5 oder Phase-4 ist, den wird die Lambdaüberwachung bei generellen Kraftstoffversorgungsproblemen schützen und den Ladedruck auf kleinste Stufe herunter-schalten. Lästig ist es aber alle Mal!
Mittlerweile sind immer häufiger Fahrzeuge neueren Baujahres wie z.B. Astra-G und Zafira-A Modelle von altersbedingten Problemen mit der Kraftstoffversorgung betroffen. Dieses kann bereits ab einer Laufleistung von 80.000Km auftreten und macht sich im Vorfeld meistens durch gerissene / verzogene Turbokrümmer bemerkbar. Oft wird der Grund dafür auf ein schlechtes Material des Krümmers geschoben....
Hier empfehlen wir den Austausch der originalen altersschwachen Pumpe gegen eine neue / stärkere Kraftstoffpumpe
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Für eine vernünftige Kraftstoffversorgung sind 3 Dinge wichtig:
- Eine ausreichend dimensionierte Kraftstoffpumpe
- Passend dimensionierte Stromversorgung der Kraftstoffpumpe
- Die Pumpe darf unter KEINEN Umständen die Möglichkeit haben, Luft zu saugen!
Die serienmäßigen sehr dünnen elektrischen Zuleitungen der Kraftstoffpumpe haben bei hoher Stromaufnahme der Pumpe einen zu hohen Innenwiderstand. Die vielen Übergangswiderstände an Steckern, Sicherung und Kraftstoffpumpenrelais wandeln auch einen Großteil des Stroms in Wärme um. An der Pumpe selber kommen meist nur noch unter 12V Spannung an, was nicht ausreichend ist. Die dünnen Zuleitungen nutzen wir nun zur Ansteuerung eines einfachen 30A-Lastrelais, welches eine dicke Leitung von min. 4mm² direkt vom Pluspol der Batterie (20A-Sicherung bitte 10-20cm nach der Batterie nicht vergessen!) auf die Pumpe schaltet. Der Minuspol der Pumpe wird über eine ebenfalls min. 4mm² dicken Masseleitung möglichst kurz auf die Masse der Karosserie gelegt.
Damit die Pumpe keine Luft saugen kann, ist es wichtig, daß die Siebe im Tank nicht verdreckt sind und der interne Catchtank so nicht leergesaugt werden kann. Zur Not hilft auch ein extra 6mm Loch im Boden, was aber bei fast leerem Tank bei langen Kurven zum Leerlaufen des Catchtanks führen kann.
Weiterhin werden die Dichtringe des Tankansaugteleskops mit der Zeit aufgebläht und undicht, so das die Pumpe ein Kraftstoff/Luft Gemisch ansaugt und der Kraftstoffdruck nie stabil ist.
Daher bitte diese O-Ringe überprüfen und gegebenenfalls ersetzen! Hier sehen Sie, wo die O-Ringe im Tankansaugteleskop sitzen:
Regelmäßig den Kraftstofffilter austauschen!
Wenn immer sichergestellt ist, daß die Kraftstoffpumpe ausreichend Kraftstoff unter optimalem Druck zu den Einspritzventilen fördert, ist das Überleben des Motors sichergestellt!
Weiterhin ein sehr gut gemeinter Rat: NIE den Tank komplett leer fahren, besser unterhalb 1/4 Tankfüllstand nachtanken!
Viele neuere Calibra, Vectra und Astra Modelle besitzen eine Innentankpumpe, diese ermüdet recht schnell. Die Pumpenleistung ist bei diesen Pumpen deutlich geringer als bei den externen Pumpen!
Dort gibt es mehrere Möglichkeiten:
Entweder man ersetzt die interne Pumpe durch ein 10-12 mm dickes Rohr und schließt oben die WALBRO-Pumpe an, oder man lässt die interne Pumpe in einen externen 1L-Catchtank pumpen, woraus die WALBRO-Pumpe dann ihren Kraftstoff saugen kann. Über einen Überlauf im externen Catchtank fliesst überflüssiger Kraftstoff zurück in den Fahrzeugtank. Die interne Kraftstoffpumpe kann daher den Kraftstoff drucklos in den externen Catchtank fördern und hat eine viel höhere Förderleistung als unter Druck. Der Rücklauf der Einspritzgalerie vom Motor mündet ebenfalls in den externen Catchtank. Dies ist zugleich die sauberste Variante, weil der Fahrzeugtank quasi bis auf den letzten Tropfen leergefahren werden kann, ohne daß die WALBRO-Pumpe die Möglichkeit hat, Luft zu saugen.
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